Grüße! Heute kehren wir in die Cannabiswelt zurück, um über etwas Besonderes und Interessantes zu sprechen: Sorten mit kurzer Blütezeit. Hast du dich schon einmal gefragt, warum manche Cannabispflanzen schneller blühen als andere? Oder wie sich das auf den Ertrag und die Qualität auswirken kann? Warum sind diese Sorten bei Growern überhaupt so beliebt? Dieser Artikel erzählt dir alles, was du wissen musst.

Genetik verständlich: Fast Flowering
Titelbild des Originalartikels; lokalisierte Beschriftung. Quellen: DZAGI

Fast Flowering oder Fast Version ist nicht bloß ein Marketingtrick, sondern ein echter Fund für Menschen, denen ihre Zeit und die Erntequalität wichtig sind. In diesem Artikel lernst du die Genetik und die Vorteile dieser Sorten kennen, und wir räumen mit ein paar Mythen auf. Mach dich also bereit. Unsere Reise ins schnell blühende Cannabis beginnt hier.

Was ist Fast Version / Fast Flowering?

Abbildung aus dem Originalartikel „Genetik verständlich: Fast Flowering“.
Abbildung aus dem Originalartikel „Genetik verständlich: Fast Flowering“. Quellen: DZAGI

Cannabissorten mit der Bezeichnung Fast Flowering oder Fast Version sind Versionen Bei photoperiodischen Pflanzen hängt der Übergang zur Blüte von der Tageslänge ab. photoperiodischer ↗ Sorten, die deutlich schneller blühen. Sie wurden entwickelt, um Blüte und Ernte zu beschleunigen. Das ist besonders in Regionen mit kurzen Sommern oder unbeständigem Klima wichtig.

Fast-Versionen sind gewöhnlich Hybriden mit Ruderalis-Genetik (Cannabis ruderalis). Du weißt wahrscheinlich schon, was Eine Pflanze, die unabhängig von der Tageslänge zu blühen beginnt. Autoflowers ↗ sind und welche Rolle Ruderalis dabei spielt. Gehen wir es trotzdem noch einmal durch. Ruderalis ist dafür bekannt, automatisch zu blühen, unabhängig von der Veränderung der Lichtbedingungen, die bei photoperiodischen Sorten normalerweise die Blüte auslöst.

Ruderalis-Gene in einem Hybrid mit einer photoperiodischen Pflanze ermöglichen eine schnellere Blüte. Diese Sorten sind gewöhnlich zwei oder drei Wochen früher erntereif als ihre photoperiodische Version. Deshalb eignen sie sich ideal für den Anbau an Orten mit kurzen Sommern oder in geschlossenen Räumen, in denen sich die Anbaubedingungen strenger kontrollieren lassen.

Es gibt aber auch Sorten mit kurzer Blütezeit ohne Autoflowering-Genetik. Solche Sorten entstehen durch sorgfältige Selektion während der Züchtung. Ihre Blütezeit kann manchmal genau so kurz sein wie die von Fast-Versionen.

Die Vorteile von Fast-Versionen

Botanisches Foto: Genetik verständlich: Fast Flowering
Abbildung aus dem Originalartikel. Quellen: DZAGI

Unabhängig von der Situation haben diese Sorten ihre eigenen Vorteile.

  • Anbaueffizienz: Ein schneller Blütezyklus ermöglicht häufigere Ernten. Wenn beispielsweise eine normale photoperiodische Sorte in 8–10 Wochen reift, kann eine Fast Version schon in 6–8 Wochen reifen. Dadurch lassen sich mehr Zyklen pro Jahr abschließen.
  • Ressourcen sparen: Eine kürzere Blütezeit bedeutet auch einen geringeren Ressourcenverbrauch.
  • Nicht auf den Winter warten: Fast-Versionen können in Regionen mit ungünstigem Wetter angebaut werden, wo andere Sorten vor dem Eintreffen der Kälte nicht fertig blühen.
  • Weniger Pilzkrankheiten: Grower können Schimmelprobleme vermeiden, die gewöhnlich mit feuchtem, regnerischem Herbstwetter verbunden sind.

Mythen und Legenden

Abbildung: Genetik verständlich: Fast Flowering
Abbildung aus dem Originalartikel. Quellen: DZAGI

Um Cannabis kursieren oft Mythen und Missverständnisse, besonders wenn etwas Neues auftaucht. Viele behaupten, Fast-Versionen seien traditionellen Sorten unterlegen. Das stimmt aber nicht immer. Sehen wir uns die zwei häufigsten Mythen über FF-Sorten an.

Geringerer Ertrag: Weil sie so schnell produzieren, liefern schnell blühende Sorten weniger Ertrag als photoperiodische oder Autoflowering-Sorten.

Moderne Zuchtmethoden und genetische Verbesserungen ermöglichen Fast-Version-Sorten, die trotz ihrer kürzeren Blütezeit große Ernten liefern. Dank dieser Verbesserungen können die Pflanzen ziemlich große, dichte Buds bilden.

Natürlich bedeutet das nicht, dass jede Fast-Flowering-Sorte zwangsläufig genauso viel oder mehr Ertrag bringt als eine normale Version. Das hängt von vielen Faktoren ab, darunter der konkrete Genotyp der Pflanze, Anbaubedingungen, Pflege und Erfahrung des Growers. Wir können aber sicher sagen, dass moderne Fast-Version-Sorten den Ertragsabstand zu traditionellen photoperiodischen Sorten deutlich verringern.

Geringerer Cannabinoidgehalt: Aus ähnlichen Gründen enthalten die Buds von Fast-Versionen gewöhnlich weniger Cannabinoide als die klassischer photoperiodischer Sorten.

Der Cannabinoidgehalt hängt vor allem von der genetischen Zusammensetzung ab. Moderne Zuchtmethoden ermöglichen es, auch bei Fast-Version-Sorten hohe Cannabinoidwerte zu bewahren. Wenn die ursprünglichen photoperiodischen Sorten einen hohen THC- oder CBD-Gehalt hatten, können ihre schnell blühenden Versionen ähnliche Eigenschaften haben.

Wie beim Ertrag kann sich der Cannabinoidgehalt von Pflanze zu Pflanze unterscheiden, selbst innerhalb einer Sorte. Das hängt von vielen Faktoren ab, darunter Genetik, Anbaubedingungen und Pflanzenpflege.

Natürlich muss man sich immer bewusst sein, dass nicht jede Fast-Version-Sorte zwangsläufig einen hohen Cannabinoidgehalt hat. Das hängt vom Ziel des Züchters ab. Es gibt aber keine grundsätzlichen Gründe, warum ihre Cannabinoidwerte nicht genauso hoch sein könnten wie die ihrer klassischen Gegenstücke.

Fasts auf dem Markt

Fast-Flowering- oder Fast-Version-Sorten werden auf dem heutigen Cannabismarkt immer beliebter. Diese Sorten verbinden schnelle Blüte mit hochwertigen Ernten und werden von vielen bekannten Züchtern angeboten. Sie eignen sich ideal für Pflanzenanbauer, die effizient und schnell anbauen wollen, ohne auf Qualität oder Ertrag zu verzichten.

Botanisches Foto: Genetik verständlich: Fast Flowering
Abbildung aus dem Originalartikel. Quellen: DZAGI
Botanisches Foto: Genetik verständlich: Fast Flowering
Abbildung aus dem Originalartikel. Quellen: DZAGI
Botanisches Foto: Genetik verständlich: Fast Flowering
Abbildung aus dem Originalartikel. Quellen: DZAGI
Botanisches Foto: Genetik verständlich: Fast Flowering
Abbildung aus dem Originalartikel. Quellen: DZAGI
Botanisches Foto: Genetik verständlich: Fast Flowering
Abbildung aus dem Originalartikel. Quellen: DZAGI

Machen wir es schnell

Zum Abschluss dieses Blicks auf Fast-Version-Cannabissorten können wir sicher sagen: Sie sind ein starkes Werkzeug für Grower im Freien ebenso wie für kommerzielle Betriebe oder Heimgrower, die schnelle Ernten brauchen.

Mit kürzeren Blütezeiten, verbesserten Erträgen und gleichbleibend hoher Qualität lösen diese Sorten viele Probleme heutiger Anbauer. Besonders wertvoll sind sie in Regionen mit kurzen Anbausaisons, wo sie frühere und häufigere Ernten ermöglichen.

Fast-Version-Sorten erfüllen also nicht nur den Wunsch nach Schnelligkeit und Effizienz, sondern öffnen auch neue Horizonte für den Cannabisanbau und machen ihn zugänglicher und besser steuerbar.

Abbildung aus dem Originalartikel „Genetik verständlich: Fast Flowering“.
Abbildung aus dem Originalartikel „Genetik verständlich: Fast Flowering“. Quellen: DZAGI